Chirurgie

Chirurgische Methoden zur Behandlung der periapikalen Veränderungen
Periapikale Veränderungen (Zahnwurzelgranulom) entstehen infolge der Zahnpulpaerkrankungen oder in den Zähnen, in denen die Wurzelbehandlung unkorrekt durchgeführt wurde. Diese Veränderungen bilden sich um die Zahnwurzelspitze(n) herum und daher kommt auch ihr Name. Aufgrund dieser Veränderungen kann eine Wurzelzyste entstehen. Auf dem Röntgen-Bild ist sie als eine runde Veränderung sichtbar, die mit der Wurzelspitze verbunden und von einer weißen Areola umgeben ist.
Die Zysten tendieren zu einem ausdehnenden Wachstum, dh. sie wachsen gleichmäßig in alle Richtungen und zerstören die anliegenden Knochen. Deshalb ist es notwendig, die Zysten möglich am schnellsten auszuschälen (zu entfernen).
Wenn die periapikalen Veränderungen nicht groß sind, kann man versuchen, sie konservierend zu behandeln, dh. den Zahn endodontisch richtig zu behandeln. Solche Behandlung kann im Falle ausgedehnter Veränderungen oder Wurzelzysten scheitern. Den Zahn kann man mit Hilfe der chirurgischen Methode - Resektion der Wurzelspitze - retten.
1. Die Resektion der Wurzelspitze
Diese Behandlung wird mit der Lokalbetäubung durchgeführt. Sie beruht darauf, um die Schleimhaut einzuschneiden und abzuheben, weiter die Wurzelspitze abzuschneiden und die Entzündungsveränderungen genau zu entfernen. Wenn der Knochendefekt nach der Behandlung wesentlich ist werden Knochenehrsatzmaterialien angewandt, um die Heilung der Wunde zu beschleunigen [Gesteuerte Knochenregeneration].

Die Schleimhaut wird dicht genäht und man legt einen chirurgischen Verband. Nach der Behandlung nimmt der Patient Antibiotikum ein, wobei die Dosis und Art von der Stärke des Entzündungsprozesses abhängig ist. Die Nähte werden 7-10 Tage nach der Resektion abgenommen.
Falls eine Wurzel eines mehrwurzeligen Zahnes undurchgängigen Kanal hat, und zusätzlich an der Wurzelspitze die Entzündungsveränderungen aufgetreten sind, kann man Hemisektion durchführen.
2. Hemisektion der Wurzel
Die Hemisektion beruht darauf, dass der Zahn halbiert und der Wurzel mit den Veränderungen entfernt wird. Die Hemisektion wird bei den unteren Mahlzähnen durchgeführt, derer Wurzeln miteinander nicht verwachsen sind. Außer dieser Unterschiede ist der Ablauf dieses Prozesses der Resektion ähnlich. Die gerettete Wurzel kann nach der Heilung der Wunde zum prothetischen Wiederaufbau ausgenutzt werden.
Chirurgische Entfernung der Weisheitszähne
Die Entfernung eines Weisheitszahnes erfolgt mit der Lokalbetäubung und wenn es indiziert ist - auch unter Antibiotikumschutz. Die Behandlung beruht darauf, dass man die Schleimhaut des angehaltenen oder teilweise angehaltenen Weisheitszahnes einschneidet und die Schleimhautschicht abhebt. Dann wird zuerst die den Zahn deckende Knochenlamelle mit Hilfe einer Spezialfräse, und nachfolgend der Zahn selbst entfernt und die Wunde genäht. Die Behandlung dauert normalerweise 20-60 Minuten. Die Nähte können nach sieben Tagen abgenommen werden.